Montag, 18. Mai 2015

Staffel 1, Folge 8/13 (Daredevil) -Achtung Spoiler-

Bach, ganz viel Wilson Fisk und Karen/Matt/Urich/Foggy arbeiten zusammen.

Das Blatt wendet sich. -zweimal? In dieser Episode des Serienhighlights Daredevil scheint es, als würden die "Guten" die Oberhand gewinnen, während die "Bösen" um Fisk im Chaos versinken. Im Vordergrund steht jedoch eindeutig das Leben Fisks -früher und heute-. Der Zuschauer erfährt in einigen Rückblicken vieles zu Fisks dunkler Vergangenheit (v.A. Kindheit). So beginnt die Episode mit seiner Morgenroutine, sehr schön stilistisch durch klassische Musik von Johann Sebastian Bach untermalt, in der er nach einem Alptraum aufwacht, sich ein Frühstück zubereitet und jeden Tag die gleichen Sachen anzieht. Währenddessen erinnert sich zunehmend an für den Zuschauer verfolgbare Szenen seiner Kindheit. Wie ihn der Vater mit Härte zum Mann erziehen will bis hin zu dem Moment, als ihn der junge Fisk mit einem Hammer erschlägt. Diese brutale Inszenierung gibt Aufschluss über die, nicht nur für Psychologen erschließbare, seelische Krankheit des damals noch kindlichen Wilson Fisks. So ist er, durch seinen brutalen Vater (, der seine Frau schlägt), ins Soziopathische gedrängt worden, sich vor der Welt verschließend und skrupellos handelnd mit dem Willen, die Stadt von Grund auf zu verändern. Sein instabiles Gemüt wird indes auf die Probe gestellt, da er durch diverse Vorfälle an Vertrauen seiner Partner verloren hat. Unterdessen scheint es gut für die Gegenseite zu laufen, da sich die Interessen von Matt, Foggy, Karen, Urich decken und sie gemeinsam mit legalen Mitteln versuchen, Fisk - mit ihm Union Allied - aufzuhalten. Das Ende der Episode markiert der Moment, in dem der sonst so auf Anonymität bedachte Fisk mit einem Appell, Daredevil zur Strecke zu bringen, an die Öffentlichkeit tritt. Somit ist Fisk der Opposition einen Schritt voraus und sämtliche Recherchearbeit der Journalisten nichtig. - Das Blatt scheint sich zweimal gewendet zu haben. 

Mit Szenen aus Fisks Kindheit werden einige Geheimnisse um die Person gelüftet, machen ihn aber gleichzeitig nicht weniger interessant, sondern erhalten die Spannung durch die harte Realität seiner Kindheit, die sich in ihm spiegelt. Mit Szenen spontaner Wutausbrüche Fisks wird zugleich das Genie sowie die Brutalität erörtert, die in ihrer Ausführung ihres Gleichen sucht. Durch die häufig wechselnde Erzählperspektive (Fisk/Verbrecher und Murdock/"die Guten") liegt es dem Zuschauer fern, von Eintönigkeit zu sprechen. 

Aktuelle Bewertung:  89/100

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